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Motivation

Warum wir unsere Vorsätze so selten umsetzen…

Blöde Frage, aber was ist eigentlich aus deinen Neujahrsvorsätzen geworden? Immerhin ist schon wieder ein halbes Jahr vergangen. Hast du abgenommen? Mit dem Rauchen aufgehört? Bist du mittlerweile super sportlich? 

Ja?  Dann gratuliere ich dir. Wahrscheinlich gehörst du aber zu den 88% der Menschheit, bei denen sich die Vorsätze schon nach ein paar Tagen in Luft auflösen. 

Selbstzerfleischung und Selbstvorwürfe sind nicht angebracht, denn du bist nicht schuld an deinem Scheitern, und zwar kein bisschen…  Der kleine Saboteur, der dich in der Regel davon abhält, deine Ziele zu erreichen, ist dein gutes altes Gehirn.

Es ist schön, dass wir es haben, aber leider führt es oft ein Eigenleben und macht gerne, was es will. Wenn du wirklich glaubst, dass du die volle Kontrolle hast, dann irrst du dich gewaltig. Immerhin werden mindestens 95% der Informationen, die auf dich einprasseln, unbewusst verarbeitet.  Und darum machst du manchmal Sachen, die du eigentlich nicht machen wolltest (rauchen, essen, trinken…). Oder du findest Ausreden, warum du etwas nicht machen willst (sporteln, lernen, die Wohnung aufräumen, …).  Die Listen können beliebig lange fortgesetzt werden.

Das Problem ist, dass unser Gehirn ein bisschen faul ist und grundsätzlich nicht zwischen Vorstellung und Wirklichkeit unterscheidet. Beides ist für unser Gehirn gleich gut.

Die Vorstellung, ein neues Projekt anzugehen, reicht dem Gehirn oft völlig aus. Jeden Tag joggen gehen – die Idee fühlt sich erst mal echt super an. Wir sehen uns schon sportlich, fit und endlich glücklich… Diese Bilder im Kopf setzen das Glückshormon Dopamin frei – das Belohnungszentrum wird aktiviert.  Kurzfristig sind wir vielleicht sogar ausreichend motiviert und fangen wirklich zum Laufen an.

Aber Laufen ist anstrengend, da wird kein Dopamin ausgeschüttet – und das Belohnungssystem ist nicht aktiv. Stattdessen Schweiß und Anstrengung und oft auch Frust, leider, leider.  

Und dann gibt es auch noch das Problem mit der Motivation.  Die hält in der Regel nämlich nicht ewig an. Und mit purer Willenskraft kommt man meist schon gar nicht zum Ziel –  das weiß jeder, der schon mal versucht hat, mit Willenskraft das Rauchen aufzugeben.

 Aber mehr davon das nächste Mal.

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